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gesammlet, und im Jahre 1729 zu Leipzig unter dein Titel: Ulemenca ^eromelriae, herausgegeben. Seitdemist es gewöhnlich geworden, diese Wissenschaft als einenbesondern Theil der angewandten Mathematik anzusebcn,und man hat ihr nach der Zeit mehrere wichtige Erweite-rungen und Zusähe beygefügt. Denn
1) sind die Werkzeuge, wodurch sich die Eigenschaf-ten der Luft wahrnehmen und zum Theil abmessen lassen,seit des Herrn v. Wolf Zeiten ungcmcin verbessert worden,wovon man die Artikel: Luftpumpe, Barometer,Thermometer, Hygrometer u. a. nachsehen kam
2) ist die Theorie der Höhenmcssungen mit dem Ba-rometer seitdem weit mehr bearbeitet und berichtiget wor-den, s. Höhenmcssungen, barometrische.
z) hat man in neuern Zeiten außer der atmosphäri-schen bist viele andere elastische stüßige Materien kennengelernt, die in Absicht auf Druck, Elasticität u. s. f. aufahnliäw' Art wirken, s. Gas. Daher lassen sich jczt dieUntersuchungen der Acrometrie auf alle elastische stüßigeMaterien überhaupt anwenden, und man muß unter deinNamen der Lust oft alle diese Luftgatkungen oder GaSartenverstehen, so wie in der Hydrostatik, Hydraulik:c. derName Wasser alle stüßige Materien bedeutet.
4) Die ganz neue Erfindung der Acrostaten oderLuftbälle, wovon der nächstfolgende Artikel mehrereNachricht giebt, hat einen neuen Abschnitt der Aerometrieveranlasset, welchem man den Namen der Aerostatikbeygelegt hat. Dieser Name ist zwar nicht ganz schicklich,da Aerostatik eigentlich die Lehre vom Gleichgewicht der Luftmit sich selbst und mit fremden Körpern bedeutet; er scheintaber bereits angenommen zu seyn. s. Aerostatik.
5) Da die vom Herrn von Wolf gesammleten Un-tersuchungen gröstcntheils blos statisch waren, oder denZustand des Gleichgewichts betrafen, so hat man seitdemauch die Bewegung elastischer flüßigen Materien in Be-trachtung gezogen, lind den Untersuchungen darüber denNamen der pnevmarik gegeben. So, wie Anwendun-gen der höhern Mathematik auf die Lehre von Druck und