Ana
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gestellte Auge so tauschen, daß es von den wahren Ent-fernungen der Punkte 6, O, v, L, keine Eindrücke er-halt, und daß daher die liegende Linie ^6000 eben so, wieeine stehende ^bccle, von dem Zuschauer empfundenwird, so darf man nur die gleichen Theile eines regelmäßiggezeichneten Bildesb, bc, cci, cle durch eine propor-tionirte Zeichnung in die ungleichen Theile ^6, 60 , 01),O 0 ausdehnen. Wird nun die solchergestalt verzerrteFigur auf ein Bret gelegt, auf welchem ein anderesBret senkrecht steht, und vom Auge durch die Oef-nung 0 betrachtet, so verliert der Zuschauer die Gegen-stände aus dem Auge, die ihm einen Maaßstab der Ent-fernungen OL, Ok), O 0 re. geben könnten. Es wirkedas verzerrte Bild ^ k jezt nicht anders auf sein Auge,als das regelmäßige in aufgestellt, darauf wirkenwürde. Seine Einbildungskraft selbst wird geschäftig,sich eher ein regelmäßiges, als ein verzerrtes Bild darzu-stellen ; er glaubt also eine in ^ 6 aufgestellte richtige Zeich-nung zu sehen. So hat man verzerrte Figuren, in wel-chen z. B. Kopf und Schultern durch LI) ausgedehnt undungeheuer groß, die übrigen Theile des Körpers von 1)bis ^ sehr klein sind, die sich aber, aus O betrachtet, ganzrichtig darstellen. Nach BrrstoN (Oiötionnaire railoimecie pch-lchue, grc. ) sind an der Wand einer
Gallerte im Minimenkloster an der Place royale in Parisverschiedene Bilder gemahlt, welche, aus einem gewissenGesichtspunkte von der Seite her betrachtet, sehr deutlicheine reuige Magdalene darstellen.
Hieher gehören auch die Bilder, welche in Streifenzerschnitten, und streifenweis auf die Seitenflächen meh-rerer neben einander stehenden dreyseitigen Prismen aufge-klebt werden, da man denn ein anderes Bild sieht, jenachdem man diese Prismen von der rechten oder linkenSeite her betrachtet. Von diesen Bildern, die man oftin Kunstcabinetten antrift, handlen Schwenker (Ma-thematische Erquickstunden, Nürnb. 1651.4. Th. l. S.271.) und IVolf (b-Iemenra Opricer. k>r<chl. 2L.).