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vollkommnes Barometer. Man kannte es sonst unter deinNamen des Guerickischen Wettermännchens oder kerperminobilis; und weil sich Guericke über die Einrichtung undVerfertigung desselben nicht deutlich erklärt hatte, so hates viel Aufsehen gemacht. Tomiers (!'klömme arri-llciel anemulcope im iV^ercure cie ?rZnce 168Z.) hatdarüber geschrieben, und ihm den Namen Ancmoskop des-wegen gegeben, weil Guericke im Jahre 1660 aus demstarken Fallen des Männchens einen großen Sturmwindvorhergesagt hatte.
Srone (nachBrisson Oick.cis?b>s) versteht unterAnemoskop nichts anders, als das Hygroskop oder Hy-grometer.
Anhängen, Anhängung, s. Adhäsion.
Anomalie, Anomal,!,, Dieser aus
der griechischen Sprache entlehnte, und im eigentlichenVerstände eine Ungleichheit oder Abweichung von der Re-gel bezeichnende Name wird in der Sternkunde dem Win-kel beygelegt, welchen ein Planet bey seinem Umlaufe umdie Sonne, v>on der Sonnenferne aus, zurückgelegt hat,oder, von der Sonne aus betrachtet, zurückgelegt zu ha-ben scheint. Die ungleiche Geschwindigkeit der Plane-ten in ihren Bahnen, vermöge welcher sie in gleichlangenZeiten bald geringere bald größere Winkel durchlaufen,hat zu dieser Benennung Anlaß gegeben.
Replers wichtige Entdeckung, daß die Laufbahnender Planeten Ellipsen sind, in deren Brennpunkte sich dieSonne befindet, und daß die elliptischen Räume, welchedie von der Sonne nach dem Planeten gezogne Linie (ra-ciius veUor) beschreibet, sich wie die Zeiträume verhalten,in denen sie beschrieben worden sind, veranlaffete diesengroßen Sternkundigen zu Erfindung einer Theorie, welchenoch jcht unter dem Namen der keplerischen Theoriedes planetenlaufs, oder der elliptischen Theoriegebraucht wird, und bey der Berechnung der astronomi-schen Tafeln zum Grunde gelegt werden muß. DieseTheorie beschäftiget sich nun vornehmlich mit der Berech-