Arä
ri-ll.) Wenn ein Aräometer in zwo flüßige Materienbis zu gleicher Tiefe, oder bis an ein daran befindlichesMerkmal, eingesenkt wird, so verhalten sich die Dichtendieser Materien, wie die Gewichte, die man in beydenFallen dem Aräometer hat geben müssen, um eö gleichtief einzusenken.
Jeder dieser beyden Sahe giebt eine besondere Ein-richtung des Aräometers. Man sieht leicht, daß diejenigevorzüglicher ist, welche sich auf den zweyten Sah gründet,weil sich Gewichte leichter und genauer bestimmen lassen,als körperliche Räume. Nach dieser Theorie werden sichnun die verschiedenen Einrichtungen des Aräometers über-sehen und prüfen lassen.
Daß bereits im vierten Jahrhunderte nach C. G.etwas dem Aräometer ähnliches unter dem Namen Ik-ryllion bekannt gewesen sey, erhellet aus dem fünfzehntenBriefe des Bischofs zu Ptolemais, Synesius von Ly-rene, der an seine Lehrerin, die berühmte Hz'pachia inAlexandrien, gerichtet ist. Ferni-r (Opera mchlremaricakermarH. 'I'ttlolae 1679. lol. iub 6n ) hat diese Stellezuerst richtig erklärt. Ob aber dieses Baryllion unter dieErfindungen der Hypathia gehöre, ist ungewiß.
Unter den Deutschen scheint der Gebrauch solcherWerkzeuge zu Salzproben ziemlich alt zu seyn. Leupold(l'Irearr. 8sar. univ. ?. ll. cap. 6.) führt an, daß Thöl-ven in seiner i6oz herausgckommenen Holographie einerSolspindcl (die aus einem hölzernen Cylinder, unken zu-gespitzt, und mit Bley ausgegossen, bestanden habe), alseiner längst bekannten Sache gedenke.
Die gewöhnlichste Art der neuern Aräometer ist die-jenige , die sich auf den ersten der obigen Sähe gründet.Diese hat Boz>le (lllnlnt' l'ransgA. num. rq,. p. 447.)beschrieben, und einige Jahre darauf Jini. IVrms. num.uz. p. Z29.) auch als Goldwage zu brauchen gelehrt.Gewöhnlich bestehr ein solches Werkzeug (Taf. I. Fig. 18.)aus einer Kugel von dünnem Glas, an welche an einerGlaslampe ein langer dünner Stiel oder Hals ^ 0 undeine kleinere Kugel 8 angeblasen wird. In diese Kugel 8