Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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wurden roth, wenn sie gleich einige Zoll hoch mit diesemSerum bedeckt waren. Und daß nicht etwa das Serumselbst diese Färbung bewirke, ward dadurch erwiesen, daßjihwarzes Blut, einen halben Zoll hoch mir Serum be-deckt, unter der ausgeleerten Glocke der Luftpumpe schwarzblieb, ob es gleich eine ganze Nacht gestanden hatte, anfreyer Luft aber unter übrigens ähnlichen Umstanden, baldroth ward, woraus er schließt, daß die Blutkügelchendurch die Flüßigkeit, in welcher sie schwimmen, nicht ver-hindert werden, ihr Phlogiston an die Luft abzugeben.

Dieser Priestleyschen Theorie des AthinenS ist inzwi-schen diejenige, welche Herr Scheele (Chemische Abhdl.von Luft und Feuer, von Hrn. Leonhardi. Leipz. 1782.8.) j

vorgetragen hat, gerade entgegengesetzt. Nach der Mei-- l

nung dieses großen Chymisten ist feine Feuerlufr (eben ^dieselbe, welche priestley dephlogistisirte nennt) eine mit jBrennbarem gesättigte und versüßte Lustsaure, und die ?reine Luft soll das Blut nicht des Brennbaren berauben, 'sondern vielmehr mit mehreren, Brennbaren versehen, und !es dadurch stüßigcr, beweglicher und röther machen. Durch ^die Absetzung eines Theils vom Brennbaren soll sich dieFeuerluft in verdorbene Lufe verwandle», dergleichendie ausgcathmete ist. Scheele last es übrigens ganz »in-ausgemacht, wohin das viele Phlogiston komme, welchesauf diese Art dem Körper durch die Feuerluft unaufhörlichmüste zugeführt werden. Er gründet seine BehauptungaufIdeen, welche mit seinem ganzen System über Feuer,

Luft und Verbrennung so genau zusammenhangen, daß sieohne Wcitlänftigkeit hier nicht beygebracht werden können,die ich daher den Artikeln: Feuer, (Aas, phlogistonvorbehalte. UebrigenS beruft sich Scheele auf einen vonihm angestellten Versuch, wobey es ihm gelungen, selbstbrennbare Lust durch wiederholtes Em- und Ausathmcnderselben in verdorbne Luft zu verwandle«, und ihr ihrebrennbare Eigenschaft zu benehmen. Dieses streitet abervöllig mit den sorgfältig angestellten Versuchen des F011«tUNa (kln!. Pmns. Vol. l^XIX. ?. ll. no. 24.), welcherdas Athmen der brennbaren Lust für die Thiere ohne Aus,