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Die dritte Wirkung des Atheinholens ist die ErzeneLung und Unterhaltung der Warme des thierische!'. Kör-pers, s. Wärme, thierische. Es ist langst beobachtetworden, daß alle Thiere, welche vermittelst vollkommnerLungen athmen, und die Luft in Menge in sich ziehen, war-mes Blut, und daher weit mehr innere Warme haben, alsihnen die Temperatur der sie umgebenden Luft mittheilenkönnte. Diejenigen Thiere hingegen, welchen die Lungenfehlen, sind nicht warmer, als das Mittel, in welchen! sieleben. Die Vogel, als die wärmsten Thiere, haben inVergleichung mit der Größe ihres Körpers die größtenLungen. Je schneller man athmet, und je mehr Lust manalso in einer bestimmten Zeit einziehet, desto mehr wirddas Blut erwärmt; daher kömmt die Erhitzung desselbendurch Bewegung und durch alles, was das Athmen be-schleuniget.
Dies erklärt Crawfords eben angeführte Theorieauf eine sehr leichte Art. Zudem nemlich die reine oderzum Athmen taugliche Luft das Phlogiston des Bluts inden Lungen an sich nimmt, wird ihr Vermögen, Feuer zuenthalten oder zu binden, vermindert, und durch das Frey-werden ihres Feuers entsteht fühlbare Warme. BeymUmlaufe durch den Körper theilt das Blut diese fühlbareWärme den Theilen des Körpers mit, verliert zugleich ei-neu Theil des in ihm gebundenen Feuers, und nimmt da-für Phlogiston aus dem Körper an sich. So entsteht einbeständiger Kreislauf, der einer wechselseitigen chemischenAnziehung gleichet. Daß der ausgeathmcte Hauch wär-mer ist, als die äußere Luft, ist dagegen keine Einwen-dung ; seine fühlbare Warme kömmt blos von dem zu-gleich ausgehenden freyen Feuer her, und ist vielmehr einZeichen, daß er weniger Feuer binde, als die äußere Luft.Ausführlicher wird sich von dieser Wirkung des Arhmens ^unter dem Worte: Wärme, thierische, sprechen lassen.
Dies sind die neusten Theorien über die Wirkungendes Athmens. Die Aerzte haben hierüber sehr verschiedengedacht. Hippocrares, Aristoteles und Galen lies-st» die eingsathmete Lust in das Blut und die Säfte über«