Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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-94 Aug

deutlich abgemahlt. Eben dies nahm er auch an einemmenschlichen Auge wahr.

Inzwischen muß man sich hüten, die Aehnlichkeit desAuges mit dem verfinsterten Zimmer allzuweit zu treiben,sich etwa die Seele als den Zuschauer vorzustellen, der dasBild betrachtet, und zu glauben, das, was sie empfindet,sey das auf der Netzhaut entworfene Bild selbst. DiesesBild zu sehen, müste sie noch ein zweytes Auge haben,womit sie das Bild im ersten anblicken könnte. Deut-liches Bild und deutliches Sehen sind zwar unzertrennlichmit einander verknüpfet; allein nur als zwo Wirkungeneiner und ebenderselben Ursache. Die genaue Wiederver-einigung der Stralen, welche aus einerley Punkte des sicht-baren Körpers auögiengcn, ist die Ursache der Deutlichkeitdes Bildes und der Deutlichkeit des Sehens zugleich,s. Sehen.

Die Deutlichkeit des Bildes auf der Netzhaut wirdgestört, wenn die Vereinigungspunkte nicht genau auf die-selbe treffen, sondern entweder vor ihr, oder hinter ihr lie-gen. Beyspiele beyder Fälle geben Fig. zo.u. z i.Taf.11l.In Fig. z o. haben sich die Stralen des Kegels II l< l( schonvor der Netzhaut bey b vereiniget, und durchkreuzt; inFig. zi. erreichen sie einander bey k> erst hinter der Netz-haut. In beyden Fallen bilden sie statt des Punkts ll ei-nen Kreis ab, der die Linie a c zum Durchmesser hat. Alansieht aber leicht, daß ein Bild undeutlich werden muß,wenn sich jeder Punkt desselben in einen Kreis ausbreitet.Mit diesem undeutlichen Bilde nun entsteht auch zugleichundeutliches Sehen.

Entfernte Gegenstände senden von jedem ihrer Punkteeinen Siralenkegel ins Auge, dessen Stralen nahe am Augekeine merkliche Divergenz zeigen, eben darum, weil sie,rückwärts betrachtet, erst in einem entfernten Punkte zu-sammenlaufen. Ein solcher Kegel last sich also als einStralencylinder ansehen, dessen stralen parallel laufen.So ist Fig. zo. vorgestellt. Rückte der gesehene