Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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gewöhnlich an den Augen alter Personen findet. Manzählt schor, diejenigen zu den Presbyter«, die eine Sache,um sie deutlich zu sehen, einen Schuh weit vom Auge ent-fernen müssen. Manche müssen sie 2—z Schuh weit ab-halten. Die Presbyter» haben insgemein eine flache Horn-haut, eine flache Krystallinse und ein kurzes Auge, in wel-chem die Netzhaut der Linse zu nahe steht. Bey alten Leu-ten ist auch die Pupille enger, und die Linse platter undtrockner. Erhabne Gläser machen, daß die Stralen ausnahen Punkten nach dem Durchgänge so gehen, als ob sieaus entferntem Punkten herkämen, s. Linsengläser, Dril-len. Daher bedienen sich Weitsichtige und Alte der Bril-len, um auch nahe Dinge deutlich zu sehen.

Diese Fehler der Augen, und die schon längst bekann-ten Mittel, ihnen durst), Gläser abzuhelfen, hat vor Rep-lern (l^arallp. in Virell. p>. r oo.) niemand richtig erklä-ren können. Da man aus jedem Punkte nur einen Stralins Auge kommen ließ, so konnte man auf die richtigeIdee von VereinigungSpunkten nicht kommen. Keplerversichert, daß er dieser Sache drey Jahr lang nachge-dacht habe.

Für jedes Auge muß es eine gewisse Weite geben,in welcher es in seinem natürlichen Zustande und ohne alleAnstrengung deutlich siehet. Diese Weite (Mgnria vilio-nis stillinÄse) ist fast für jedes Auge eine andere; die Opti-ker pflegen sie zwar für ein gutgebautes Auge im Durch-schnitte aus 8 Zoll zu sehen, Jurin aber nimmt 1; bis 16engl. Zoll an, und sie kan, zumal für weitsichtige Augen,vielleicht noch größer seyn. Das Auge besitzt ein Vermö-gen, seine Einrichtung zu ändern, lind dadurch auch nochauf größere und kleinere Weiten vollkommen deutlich zusehen. Weil es aber auch noch einige Undeutlichkcit ver-tragen karr, so lassen sich diese Weiten noch mehr aus ein-ander rücken, daß sich also die Grenzen, in welchen eingutgebautes und seine Einrichtung stark zu andern fähigesAuge mit ziemlicher Deutlichkeit sehen karr, ungemein weiterstrecken.