Aug 197
Worinn über dieses Vermögen des menschlichen Au-ges, seine Einrichtung für nähere und entferntere Gegen-stände zu ändern, eigentlich bestehe, darüber sind dieMeinungen sehr getheilt. Repler (vioprr. prop. 64.)glaubte, wenn man nahe Gegenstände betrachte, so macheder Stralenkörper (corpus Lilisre) durch seine Zusammen-Ziehung das Auge länger, indem er die gläserne Feuchtig-keit drücke, welche daher die Krystallinse vorwärts treibe,und weiter von der Netzhaut entferne. Diese Meinungbat porreusteld (ck renrile on rbe e^e. lAIinb. 17^9.!l. Vol. 8-) mehr ausgeschmückt, und behauptet, im na-türlichen Zustande sey der Stralenkörper schlaf lind dasAuge kürzer, daher man entfernte Gegenstände ohne An-strengung betrachten könne; nahe Gegenstände deutlich zusehen, müsse der Stralenkörper zu Verlängerung des Au-ges wirken, daher es durch diese Anstrengung ermüde.Scheinet- und Descarres (k)inprr. c. z.) nahmen an,durch die Zusammcnziehung des Srralenkörpers werde viel-mehr die Gestalt der Krystallinse selbst converer; und über-haupt, sagt der letztere, wird die Figur des Auges, jasogar eines Theils vom Gehirn verändert, wodurch dieSeele die Entfernungen zu schätzen weiß. Dieser Mei-nung, in so fern sie die Krystallinse betrift, ist InrinsHypothese (vom deutl. Sehen ini Smith nach KästncrS. 497.) gerade entgegengesetzt. Er meint, für entleg-nere Sachen zögen sich die Srralenfasern zusammen, undbrächten die vordere Seite der Kapsel der Krystallinse et-was vorwärts und auswärts, dadurch fließe das Wasserin der Kapsel von der Mitte nach dem erhobenen Theilehin, die wasferichte Feuchtigkeit aber von dem crhobnenTheile der Kapsel nach der Mitte, und die Vorderfiächeder Linse werde weniger eonvex. Für nähere Gegenständewirke ein Muskelring an der Iris, der die Hornhaut er-habner mache. pemberron glaubt, die Krystallinseselbst sey mit muskulösen Fibern versehen, welche ihrenFlächen die für die Entfernung der Gegenstände gehörigeKrümmung gäben. Nlusschenbrook (lriuoei. aä chülost