226 A u z
Methode aber ist für jeden unbrauchbar, dessen beyde Au-gen nicht gleiche Güte haben.
Der englische Mechaniker Adams hat daher ein sehrbequemes Werkzeug hiezu vorgeschlagen, dessen Beschrei-bung sich imRozier (svurngl lle pkzll'gue, 1-invier 178z.p. 6;.) findet. Die Einrichtung desselben gründet sichauf den Satz, daß die Vergrößerungszahl dem Quotien-ten des Durchmessers der Oefnung des Objectivs b cl (Taf.IU. Fig. zz.) durch f§, oder den Durchmesser des hellenBildes, welches von der Oefnung des ObjectivglaseS aufdem lehren Augenglase entworfen wird, gleich sey. Wennz. B. beym astronomischen Fernrohre die Brennweiten bey-der Gläser in n vereiniget sind, so ist die Vergrößerungs-
zahl eigentlich — —, welches aber wegen der Aehnlich--
keit der Dreyecke bnll und inZ eben so viel als ^ ist.
Die Dioptrik lehrt, daß der Satz für alle Fernrohre, auchfür die mit mehreren Ocularen, gelte.
Das Werkzeug selbst besteht aus drey kleinen metall-ncn Röhren, die zusammengeschoben nur etwa i H Zoll langsind, und n Knien im Durchmesser haben. Die ersteRöhre oben (Taf. I>l. Fig. z6.) steckt in der zweyten,und hat bey <1 eine Glaslinse in einiger Entfernung vomAugenloche C. Die zweyte pmok ist am Ende mit einerdurchsichtigen Hornscheibe bedeckt, die durch Parallelsiri-che, welche nur ^ Zoll von einander abstehen, getheiltist. Die äußerste Röhre rr,'st an beyden Seiten offen,und dient blos dazu, der Scheibe mo den gehörigen Ab-stand zu geben, damit sie das Bild der Oefnung des Ob-jectivglascS auffangen könne, welches sich am Ende derOcularröhre da, wo man sonst das Auge anhält, entwirft.Auf eben dieser Röhre ist ein Zoll in Zehntheile, und daseine Zehntel in Hunderttheilchen getheilt.
Der Gebrauch ist folgender, i) Man richtet dasFernrohr so ein, daß man den Gegenstand deutlich sehen