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Wände der Berge ungeheure Klüfte oder Durchfahrten,wie die bey Gibraltar zwischen den Bergen Calpe undAby-la, die beym Hellespont und die Thermopyla der Alren,jetzt Bocca di Lupo. Oft strömen Flüsse oder Bergwasserdurch solche Abgründe, von welchen die Bergrücken gueevhindurch zerschnitten werden. Oben find die Berge oftabgerundet, oft in einen schmalen langen Rücken, wie dieMole bey Genf, oft in eine weite ebne Fläche, wie der Ta-felberg auf dem Cap der guten Hofnung, geendet. Vul-kanische Berge zeichnen sich durch eigne Gestalten aus,s. Vulkane.
Die Luft ist auf den Bergen weit kälter, als an derErdfläche, wo die unterste Luftschicht sowohl wegen ihrergrößern Dichte, als wegen der Nahe des Erdbodens, derdie Sonnenstralen zurückwirft, starker erwärmt wird»Daher sind die Gipfel der hohen Berge, selbst unter denwärmsten Klimaten, mit beständigem Schnee und Eis be-deckt, welches letztere daselbst eine blaugrüne Farbe an-nimmt. Die zwischen den Spitzen der Berge befindlichenThäler und Schluchten, in welchen fast immerwährenderSchatten herrscht, sammlcn und unterhalten ungeheureMengen von Schnee und Eis, und vermehren dadurchnoch die Kalte der darüber liegenden Luft. Doch liegt diesebeständige Schneegrenze in der heißen Zone höher,und kömmt desto tiefer herab, je mehr man sich den Polennähert. In Peru geht sie bis auf eine Höhe von 24Z4,in den Alpen bis rzoo Toisen; gegen die Pole zu senktsie sich nahe an die Meereöfläche selbst herab, doch machenHiebey locale Ursachen unter verschiedenen Meridianen man.cherley Abänderungen. Die Vegetation erstreckt sich vomFuße der Berge bis nahe an die beständige Schneegrenze;in Peru z.B. hört sie mit der Höhe von s zoo Toisen auf;auf Spitzbergen und Grönland findet man schon auf ebnemBoden Alpengewächse. Die Bäume und Gewächse wer.den in größern Höhen immer unansehnlicher und niedriger;in gewissen Höhen wachsen nur noch Fichten, Tannen undanderes harziges Holz, nebst den Pflanzen, die in der Bo.kamt Alpengewächse genannt werden, die höchsten Spitzen