Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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wenigsten, die violetten nach ? treffenden hingegen amstärksten brechbar wären.

2) Er sonderte durch ein hinter das Prisma ^ 6 Lgestelltes Bret mit einem kleinen Loche, einen Theil dieserverschiedentlich gefärbten Stralen von den übrigen ab, undließ ihn in einer Entfernung von etwa 12 Fuß durch dasLoch eines zweyten Bretes auf ein zweytes Prisma fallen.Da das letztere Bret und Prisma unbewegt blieben, somuste der Einfallswinkel des Lichts auf dieses Prisma im-mer derselbe bleiben. Wenn er nun das erste Prismadrehte, so konnte er dadurch bald den rothen, bald den vio-letten Stral rc. durch beyde Brcter auf das zweyte brin-gen. Er fand Hiebey, daß das rothe Licht im zweytenPrisma eine merklich geringere Brechung litt, als die übri-gen Farben, das violette aber am stärksten gebrochen ward,obgleich alle unter einerley Winkel einfielen. Diesen Ver-such nennt er entscheidend (experimenrum crucis); erbcwcißc nemlich ohne Einwendung, daß das Brechungö-vcrhältniß nicht für alle Theile des Sonnenlicht einer-ley sey.

z) Wenn er (Taf. IV. Fig. 69.) hinter das erste ho-rizontal gehaltene Prisma ein zweytes O L senk-

recht stellte, daß die zweyte Brechung seitwärts gieng, soward der violette Stral nach ? am meisten, der rothe 1?am wenigsten seitwärts gebrochen, und das Bild 1? er-hielt eine schiefe Stellung.

4) Wurden die durch das Prisma gesonderten Far-benstralen durch ein Linsenglas wieder vereiniget, so ga-ben sie, um den Vereinigungöpunkt aufgefangen, wiederein weißes Bild. Hinter diesem Punkte aber, wo sich dieStralen gekreuzt hatten, erschienen die Farben in umge-kehrter Ordnung wieder.

5) Wenn er ein halb blau, halb roth gefärbtes Pa-pier durch ein gläsernes Prisma betrachtete, so erschien dieblaue Helfte höher, als die rothe, wenn die Schärfe desPrisma aufwärts, niedriger aber, wenn diese Schärfe nie-derwärts gekehrt war, daß also in beyden Fällen das blatteLichtstarker, als das rothe, gebrochen ward.