Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
410
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4!O

Bre

Diese Versuche beweisen unwiderleglich, daß sowohbdas Sonnenlicht, als das von den Körpern zurückgewor-fene, nach Beschaffenheit seiner Farbe eine verschiedeneBrechbarkeit besitze. Newton theilt daher das Licht ineinfaches oder gleichartiges, welches aus lauter Stra-len von gleicher Brechbarkeit besteht, und zusammenge-setztes oder ungleichartiges ein. Das weijie Licht isteigentlich aus unzählbaren einfachen Farben zusammenge-setzt, unter welchen sich jedoch die siebet! oben genannter»am kenntlichsten auszeichnen.

Er fand durch viele und ziemlich übereinstimmend»Versuche das Brechungsvcrhältniß aus Luft in Glas

für

rothes Licht

77 bis 77z :

Zc»

für

orangegelbcS

- 77 ? -

50

für

gelbes

77 ^ :

50

für

grünes

- 77 ? :

50 —

für

hellblaues

77 i :

für

dunkelblaues

- 77 Z :

50

für

violettes -

77^ bis 78 :

50,

daher er das mittlere Brechungsverhaltniß aus Luft ir»Glas, für das grüne Licht genommen, ----- zr: 20 setzt.

Mehr hieven s. bey dem Worte: Farben, und wiediese verschiedene Brechbarkeit eine Hauptursache der Un-vollkommenheit der Fernröhre sey, bey: Abweichung,dioprrische, Achromatische Feruröhre.

Optice, ,706. 4. p. 22—27.

Brechung/ Ucir-iLiio, As/i heist überhauptdie 'Ablenkung eines bewegten Körpers von seiner vorigenRichtung, wenn er schief aus einem Mittel in ein anderesvon verschiedener Dichtigkeit übergeht, wie z. B. eine Ku-gel von ihrem vorigen Wege abweicht, wenn sie schief ausLuft in Wasser übergeht.

Die Erfahrung lehrt, daß feste Körper, beym Ue-bergange in ein dichteres Mittel, in welchem sie mehr Wi-derstand leiden, von dem Perpendikel ab, beym Ueber-gange hingegen in ein dünneres weniger widerstehendes