Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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punkte die Hitze am Rande des Brennraumes starker alsin der Mitte desselben sey, s. den Art. Breimglas.

Ueber die Dichte des Lichts im Brennraume einesSpiegels hat der Marquis von Lourrrvron cie

I'.iiis 1747.) tiefe mathematische Untersuchungen angestellt.Herr Flügel (in Priestleys Gesch. der Optik S. 104.)theilt, diese Dichte zu finden, folgende Regel mit: »Man»dividire das Quadrat der Chprde des Spiegels mit dem»Quadrate des 5 gsien Theils der Brennweite, der Quo-»tient mit 4 multiplicirt, giebt an, wie vielmal das Licht»im Brennraume dichter ist, als das einfache Sonnen-licht." So würde es in einem Brennspiegel von z FußChorde und z Fuß Brennweite, utidgmal dichter seyn.

Die Richtigkeit dieser Regel läßt sich durch folgendeSchlüsse übersehen. Das einfache Sonnenlicht, welchesvorher über die ganze Spiegelfläche verbreitet war, wirdseht in das kleine Sonnenbild, d. i. in einen Kreis vomHalbmesser ^ 5 (wenn 5 die Brennweite ist) zusammen-gedrängt, s. Brennpunkt, Seine vorige Dichte ver-hält sich also zu seiner jetzigen, wie der Kreis vom Durch-messer ^ 5 , zur Spiegelfläche, welche, in sofern sie daSSonnenlicht auffaßt, als ein Kreis anzusehen ist, der dieChorde v zum Durchmesser hat. Da sich nun Kreise,wie die Quadrate ihrer Durchmesser verhalten, so ist dasobige Verhältniß (^k)^IM — : 4IM, also das

Licht im Brennraume -mal dichter, als einfaches

Sonnenlicht. Eben diese Schlüsse gelten auch für Brenn--gläser, wenn man die Abweichungen bey Seite setzt, undfür v den Durchmesser des Glases oder seiner Oesnung an-nimmt. Völlig wahr aber sind sie nur für parabolischeSpiegel, bey welchen gar keine Abweichungen vorkommen.

Man kan hieraus leicht übersehen, daß die Wirkungdesto größer ist, je größer die Flachen der Spiegel undGläser und je kleiner die Quadrate ihrer Brennweiten sind,daß also bey gleicher Krümmung und Fläche der Spiegeletwa 4>nal stärker wirkt, als das auf beyden Seiten er-