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die Brillen erfunden wurden. Auf diese Erfindung folgtaufö neue ein langer Stillstand bis zu den in der letztemHelste deö sechzehnten Jahrhunderts herausgekommenenSchriften des M<rurokycus (k)e lumine er nmkra, Vc-nec. IZ7Z. 4.) und porra (lVIochae namialis, bibil IV.Keap. izz8> lol.), welcher letztere der Erfinder des ver-finsterten Zimmers war. Bald hierauf (im Jahre 16ay)kam auch die Erfindung der Fernrohre aus Holland, undman kan sagen, daß in der Dioptrik, wie in m.ehreren an-dern Wissenschaften, einige der wichtigsten praktischen Er-findungen vor der Ausbildung der Theorie vorhergegangenfind.
Repleu, dessen Scharfsinn auch hier die Bahn ge-brochen hat, war zwar schon vor Erfindung der Fernrohremit Verbesserung der 'optischen Wissenschaften beschäftiget,wie seine 1604 herausgekommene Schrift (karalipomenssck Vicellionem, brk. 4.) beweiset; allein seine vornehm-sten Entdeckungen in diesem Fache sind unstreitig erst durchdiese Erfindung veranlasset worden. Er zeigt in seinerDioptrik (Oioprrice s ckemonürario eorum, <jur>e vilui ervitibllibus proprer conlpicilla non ir.i pricicm invenra ae-cickunr, ^UZ. Vinck. 1611. 4.) die Mittel, die Größe derBrechung zu untersuchen, und leitet daraus ein Gesetz der-selben her, welches zwar noch nicht das wahre, aber dochfür die von ihm daraus gezognen Folgerungen ohne großenFehler zureichend ist. Er erklärt hieraus die Eigenschaf-ten der Linsengläser, die wahre Beschaffenheit des Sehens,die Wirkungen verschiedener Zusammensetzungen von Gla-sern zu Fernrohren rc. sehr deutlich und richtig, lind legthiedurch die ersten festen Gründe dieser Wissenschaft, wel-che seitdem den Namen der Dioptrik, den er ihr beylegte,behalten hat.
Um eben diese Zeit, oder bald hernach, ward daswahre Gesetz der Stralenbrechung vontVillebrord Snel-lius zu Leiden entdeckt, und zuerst von Descarres in sei-ner Dioptrik (Dilcours cke la mertroäe erc. plus I.i Oiop-lrigue, les iVIereorcs er la Oeornerr'ie, <;ui tonr ckes ellaiscke cetle nieclrocke, a ksris 16)7. 4.) öffentlich bekannt