Eis 685
EiseN/ keil um, Ein Metalk von einer bläu-lich-dunkel» ins Graue fallenden Farbe. Es ist unter allenMetallen am meisten elastisch, auch nach der Platina unddem Braunsteinkönige das schwerflüßigste, ingleichen hates den stärksten Zusammenhang seiner Theile. Ein Eisen-drath von ^ Zoll Durchmesser halt, ohne zu reißen, einGewicht von 450 Pfund.
Nach dem Zinne-ist es das leichtste unter den Metal-len; die specifische Schwere des Gußeisens beträgt 7,100,die des geschmiedeten 7,795 bis 8,aoo, wenn dieSchweredes Wassers — r gesetzt wird.
Das ganz reine Eisen ist so dehnbar, daß man nachRinmanns Versuchen (Bergmanns Anm. zu Schcffcrschym. Vorlest S. 557.) ein Pfund auf eine schwedischeMeile lang ausziehen kan. Gemeiniglich aber hat eö zwi-schen seinen Theilen eine Erde, die bey der Bereitung we-gen der Schwerflüßigkeit nicht ganz zu Metall gewordenist, und wodurch seine Dehnbarkeit sehr vermindertwird.
Es ist die einzige in der Natur bekannte Substanz,welche vom Magnet angezogen wird, und selbst zu einemMagnet werden kan, st Magnet« Verbindung niitSchwefel aber zerstört seine magnetische Eigenschaft.
Das Eisen ist sehr zerstörbar. Luft mit Wasser ver-eint, verwandlet seine Oberfläche bald in Rost oder Eisen-kalch, Eiscnsafran- Auch das bloße Wasser wirkt dar-auf, ohne ihn, sein Phlogiston zu entziehen, und zertrenntes in sehr feine Theilchen. Auf diese Art wird der Eisen-mohr (Aeciliops marcialis) bereitet, ein in den feinstenStaub zertheiltes Eisen.
Es widersteht dem stärksten Feuer der gewöhnlichenOefen, ohne zu schmelzen, allein in ofnem Feuer verkalchtes sich leicht zu einer röthlichen oder schwärzlichen Erde, demzusammenziehenden Eisenkalch (Lrocus marris ucl-ItrinAenz). In einer Hitze von 1050 FahrenheitischenGraden wird es rothglühend. Wenn es bis zum rechtglänzenden Weißglühen erhitzt ist, so hat es das völlige