Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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686
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686 Eis

Ansehen eines brennenden Körpers; eine große MengeFunken sprühen herum, und verbrennen mit einem Kni-stern. Dieses Sprühen des glühenden Eisens beym Häm-mern nennt man Schweißen. In dcphlogistisirter Luftbrennt es mit einer sehr lebhaften Flamme. Es schmelztendlich, bey 880 Grad HiHe nach Celsius Seale (bey1616 nach Fahrcnheit). Im Brcnnraume großerBrenngläser schmelzt es, giebt einen brennenden Rauch,und verglaset sich endlich zu einer schwärzlichen Schlacke.Die Funken beym Feuerschlagen sind glühende oder bren-nende Eisentheikchen, und sehen aus einem Papiere aufge-fangen, durch das Vergrößerungsglas eben solchen Schla-cken ähnlich.

Verdünnte Vitriolsaure löset das Eisen sehr leichtmit Hiße und Aufbrausen auf, und entwickelt daraus einbrennbares Gas, s. Gas. Es entsteht aus dieserAuflösung durchs Abrauchen der Eisenvitriol, grüneVitriol, ein Salz mit einer metallischen Basis, welchesin grüne rhomboidalische Krystallen anschießt. Die Ei-senvirriolauflösung wird durch zusammenziehende vegetabi-lische Stoffe, z. B. das Galläpfcldecock, schwarz niederge-schlagen, daher man sie zur Dinte und zum Schwarzfär-ben gebraucht.

Die Salpetersäure löset das Eisen mit großer Heftig-keit auf, und ist schwer mit diesem Metalle zu sättigen.Sie hängt nemlich mit dein Eisei, stärker zusammen, alsmit dem Kalche desselben; daher sie auch nach der Sätti-gung noch neues auflöset, und dafür etwas von dem schonaufgelöseten in Gestalt eines Kalchs fallen läst. Durchdiese Auflösung wird das salpcrerarrige Gas (»ck»-o«,ar>) in Gestalt eines rothen Dampfs entbunden, dessen Ei-genschaften so merkwürdig sind, s. Gas, salpererarri-ges. Wenig Eisenfeile giebt in der Salpetersäure einegrüne Auflösung, aus der man durch gelinde Abdünstungden Elseirsalperer, ein an der Luft zerfließendes Salz,erhält. Alkalische Feuchtigkeiten färben diese Auflösungroth, und geben ruhig stehend einen baumähnlichen An-schuß, Lemerps Eisenbaimi.