E i s 6,8-
Desto häufiger findet man eisenhaltige Erden undSand, die oft sogar voin Magnete gezogen werden. DieEisenerze setzen sich sehr leicht auö ihrer Mischung, da-her findet man sie oft unter einer erdigten, rostigen ge lb-liches Gestalt, unter dem Namen der See- oder Sumpf-erze (Mr'ue/ <-/e ^ /e»- Man
findet überhaupt nicht leicht einm Sand, eine Erde, Steinu. dgl., worinn nicht etwas Eisengehalt befindlich wäre»Der gemeine Eisenstein ist gelbröthlich oder braun, wie derEisenrost: außerdem hat man einen schwarzblauen, undeinen weißen, der auch Stahlstein heißt. Der Glaskops,Blutstein, das Magneterz, der Smirgel sind beynahe ganzEisen, aber alle strengflüßig und von schlechter Beschaffen-heit. Das schwarze Eisenerz, besonders das von der In-sel Elba, und das dänische und schwedische, wo das Eisenmit einem mäßigen Theile Schwefel vererzt ist, gehörenunter die reichhaltigsten und besten. Ganz vererzet findetsich das Eisen durch Schwefel in den Schwefelkiesen(gelben Eisenkiesen), und durch Arsenik im Mißpickel(weißen Eisenkies).
Weil die Eisensteine nur den Kalk des Metalls ent-halten, so muß derselbe durch Zusatz des Brennbaren erstreducier werden, wodurch das Roheisen erhalten wird,welches durch wiederholtes Glühen und Strecken unter denEisenhämmern erst zu geschmeidigem Gtangeneiseir wird.Wenn es gut ist, so muß es sich kalt und glühend unterdem Hammer treiben lassen, auch bis zum Schweißen ge-glüht sich fest vereinigen, welches Zusammenschweißengenannt wird. Ralrbrüchig heißt das Eisen, wenn essich zwar glühend bearbeiten läst, kalt aber unter dein Ham-mer springt; rochbrüchig, wenn es auch glühend springt.Das auö den KieseN erhaltne Eisen ist allezeit rothbrüchig;besseres erhält man auö den Eisensteinen.
Das Eisen ist unstreitig daS nutzbarste unter allenMetallen, welches fast keine menschliche Kunst und Be-schäftigung entbehren kan; es wäre überflüßig, die An-wendungen desselben, die ohnehin bekannt sind, aufzuzah-len. In der Arzneykunst wird es als ein vortrefiiches
Xx