Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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688
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688 Eis

Das Gsm hat unter allen Metallen die meiste Ver-wandtschaft init dem Schwefel; man kan es daher zu Ab-sonderung der meisten Metalle von dem Schwefel durch dieSchmelzung gebrauchen. Der Schwefel vermehrt auchdie Schmelzbarkeit des Eisens. Wird ein eiserner Stabbis zum Weißglühen crhiht, und eine Stange Schwefelan seiil Ende gebracht, so fließt es sogleich in brennendenTropfen. Fangt man diese in Wasser auf, so findet man,daß sie theils aus reinem Schwefel, theils aus Eisen mirSchwefel vermischt, d. i. aus einem künstlichen Schwe-felkiese bestehen. Die Verwandtschaft zwischen Eisenund Schwefel ist so groß, daß sie sich sogar auf dem nassenWege auflösen. Ein Teig aus Eisenfeile und gleich vielSchwefel mit Wasser bereitet, schwillt nach einiger Zeitauf, bekömmt Riste, erhitzt sich, dampft und entzündetsich zuletzt. Es tragt sich Hiebey eben das zu, was beydem Verwittern und der Entzündung der Schwefelkiesevorgebt, lind woraus man die Entstehung des unterirdi-schen Feuers erklärt, s. FöUek, Untevirdlscheö. Maözurückbleibt, ist ein Eisenvitriol.

Das Eisen verbindet sich mit allen Metallen, Nutdas Bley und Quecksilber ausgenommen, mit welchen essich nur sehr schwer vereinigen last.

Endlich ist es eine der wichtigsten Eigenschaften desEisens, daß es sich mit mehrerm Brennbaren verbin-den, und dadurch in Stahl, d. i. in eine Art von voll-kommnerem und brauchbarerm Eisen, verwandten laßt,s. Gcahl.

Man findet das Eisen sehr selten gediegen, doch kaNjetzt das Daseyn des gediegenen Eisens nicht mehr gelaug-net werden. Das große gegen 2000 Pfund schwere StückEisen, das Pallas in Sibirien gefunden hat (klülolopk.Irans. Vol. b,XlV. S. 461.), wird doch von einigenwegen der. anhangenden Schlacken für ein Product desFeuers gehalten. Man hat aber auch kleinere ästig ge-wachsene Stücken Eisen aN einer granitartigen Gangartanhangend gefunden.