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daß bey dieser Bewegung alle Gestirne Bogen beschreiben,die unter einander selbst und mit dem größten Kreise ^()parallel laufen. Man lernte hiedurch diesen Kreisden Aequaror, und die mit ihm parallelen täglichen Po-gen oder Kreise der Gestirne, die Tagbogen oder Tag-kreise, kennen. Ein Gestirn, das außer dieser gemeinen -Bewegung keine weitere hat, z. B. ein Fixstern in U, be-schreibt alle Tage denselben Tagkreis bT, und geht täg-lich in ebenderselben Höhe kH durch den Mittagskreis
Man muste aber bald gewahr werden, daß die Sonnenicht alle Tage in gleicher Höhe durch den Mittagskreisgieng. In Babylon z. B., wo die alten Chaldäer ihreBeobachtungen anstellten, war der Punkt des Aequators>V» der im Mittage stand, 54° über den Horizont erha-ben, oder der Bogen bk/V betrug 5 4°. Nun sahe man dieSonne im Sommer in einer Höhe von 78I oder bey Ddurch den Mittagskreis gehen, und also den Tagkreis UDbeschreiben. Im Herbste hingegen gieng sie bey ^ selbst,im Winter bey L in der Höhe von zo° durch den Mit-tagskreis, daher ihr Tagkreis KL seyn muste. Sie hobsich darauf wieder, gieng im Frühling ,aufs neue beyund im Sommer bey 1 durch den Mittagskreis. Manfand bey genauerer Beobachtung, daß der höchste und nie-drigste Tagkreis der Sonne, oder UD und UK> auf bey-den Seiten gleich weit, etwa 24I vom Aequator ^(^ab-standen. Die Sonne schien sich also gleichsam in Schrau-bengängen um die Erde zu winden, vollendete alle 24 St.einen Gang, und stieg dabey vom Sommer bis zum Win-ter von bl" bis Kll niederwärts, vom Winter bis zumSommer aber von Ull bis bll aufwärts.
Zugleich ward man gewahr, daß die Sonne täglichbey andern Sternen stand, weil man bey ihrem Aufgangeund Untergänge täglich andere Sterne in ihrer Nachbar-schaft bemerkte. Man fand sie im Sommer bey den Ster-nen des Krebses, im Winter bey denen des Steinbocks,und die Vergleichung dieser, verschiednen Stellen lehrte, 'daß sie außer der gemeinen täglichen Bewegung noch eine