7lo Ela
Die Wärme vermehrt die specifische Elasticität derelastischen Flüßigkeiten. Erwärmte Lust wird daher, wennsie eingeschlossen ist, und also ihre Dichtigkeit nicht ändernran, absolut elastischer, und drückt gegen das, was sieeinschließt, starker. Ist sie aber frey, und nur von dervorigen Kraft gedrückt, mit der sie kalter das Gleichge-wicht hielt, so überwindet sie diese Kraft jetzt, und breitetsich so lang aus, bis ihre Dichtigkeit in eben dem Maaßegeringer ist, in welchem ihre specifische Elasticität zugenom-men hat. Daher wird die Luft durch die Wärme verdünnt.
Brennbare Luft ist specifisch elastischer, als die ge-meine atmosphärische. Schließt man sie also in eine un-durchdringliche biegsame Hülle ein, so wird sie diese so langausdehnen, bis sie mit der von außen entgegeudrückendenatmosphärischen Luft einerley absolute Elasticität hat. Dannaber ist ihre Dichtigkeit oder specifische Schwere in ebendem Verhältnisse geringer, in welchem ihre specifische Ela-sticität größer ist. Man erhält dadurch ein Mittel, einenbiegsamen Körper zu machen, der leichter, als ein eben sogroßes Lustvolumen, ist, ohne jedoch von der äußern Lustzusammengedrückt zu werden, s. Aerostac. Eben dieseBewandniß hat etz mit der erhitzten oder durch Feuer ver-dünnten Luft, die daher ebenfalls zur Füllung der aerosta-tischen Maschinen dient.
Die Gesetze der Bewegung elastischer Flüßigkeitenweichen von denen der unelastischen vornehmlich in Absichtauf die Geschwindigkeit der verschiedenen Schichten ab.Wenn z. B. ein unelastisches Flüßige in einer cylindrischenRöhre läuft, so haben alle O.ueerschnitte eine gleiche Ge-schwindigkeit; bey dem elastischen Flüßigen hingegen bewe-gen sich, wenn die Ausbreitung nur nach der einen Seitegeschieht, die der Oesnung naherlisgenden Schichten schnel-ler, als die entferntem. Daniel Bernoulll (»yciroc^nam.^-rg. i7Z8. 4-) hat die Gesetze des Drucks und der Bewe-gung elastischer flüßiger Materien aus dem Grundsätze derErhaltung lebendiger Kräfte entwickelt, und daraus einekurze Theorie der Zusammendrückung der Luft, ihrer Be-wegung in Gefäßen mit Oefnungen, und der Gewalt des