Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
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Franklin hatte inzwischen eben dasselbe bemerkt.Wenn zwo Personen auf Wachs standen, deren eine dieRühre rieb, die andere den Funken daraus zog, so warenbeyde elektrisier, und gaben sich untereinander selbst einenstarkem Funken, als wenn jede von einer dritten berührtward. Er schloß daraus, daß eine von beyden das her-gebe, was die andere erhalte, und daß also vor dem her-gestellten Gleichgewichte die eine mehr, die andere weniger,,gehabt habe. Dies gab ihm Anlaß, die Elektricität der,einen die positive, die der andern die negative zu nen-nen , und darüber folgende Sätze anzunehmen.

1. Durch die ganze Körperwelt ist eine einzige feineMaterie verbreitet, welche den Grund aller elektrischen Er-scheinungen enthält.

2. Die Theile dieser Materie stoßen sich ab; werdenaber von den Theilen der Körper angezogen.

z. Jeder Theil eines Körpers kan eine gewisse Menge-dieser Materie in sich nehmen, ohne daß sie sich auf seinerOberfläche anhäufen darf«. Hat er gerade diese Menge,so ist er nicht elektrisirt.

4. Hat er mehr, als dieft ihm natürliche Menge,so ist er positiv, hat er weniger, so ist er negativ elek-trisier.

5. Alle elektrische Erscheinungen entstehen durch,Uebergang oder durch proportionirte Vertheilung dieserMaterie.

Hieraus erkläre»! sich nun zuerst das Anziehen undZmückstofien. Sind zween Körper beyde positiv, sowerden sich ihre elektrischen Materien stärker zurückstoßen,als eine j«ede von ihnen von den Theilen des andern Kör-pers angezogen wird; daher scheinen sich die Körper zu.fliehen. Ist der eine positiv, der andere negativ , sowird der Ueberfluß des positiven von den Theilen des an-dern stärker angezogen, als er die wenige elektrische Ma-terie desselben abstoßen kan, daher gehen die Körper zu-sammen. Sind beyde negativ, so stoßen die Theile derin der Luft befindlichen elektrischen Materie sich selbst stär-ker zurück, und werden von den Theilen der Körper stärker