Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
825
JPEG-Download
 

Ele 825

Glocke, oder ein anderer Körper, dem Elektrophor zurSeite, so solle die Schwungbewegung nach dem Mittel-punkte deö Elektrophors zu gerichtet seyn. Doch müsse dieSchnur, woran der schwingende Körper hange, von ei-ner dazu geschickten Person gehalten oder berührt werden.Nicht allen Personen gelinge dieser Versuch, ihm aber je-derzeit, auch allen, die er berühre, oder denen er die Händeauflege. Alles, was man auf den Harzkuchen lege, neh-me diese Eigenschaft an, und bringe darüber gehaltne Kör.per zum Schwingen. Ein Buch auf den Harzkuchen ge-legt, und dann wieder unter die übrigen gestellt, mache alleandere Bücher zu Elektrophoren, über welchen die Pendulschwangen, u. s. w. Den meisten übrigen Naturforschernhaben diese Versuche, selbst mit den grasten Elektrophoren,nicht im geringsten gelingen wollen, und die aus ihnen ge-zognen Vermuthungen neuer Kräfte oder eines elektrischenMagnetismus haben bey Kennern keinen Beyfall gefunden.

Theorie des Elektrophors.

Daß sich die Erscheinungen dieses Werkzeugs ganzauf Verrheilung, oder auf die Lehre von den elektrischenWirkungskreisen gründen, ist schon aus dem Perpetuellendesselben klar, welches nicht statt finden könnte, wenn dergeriebene Kuchen etwas von seiner Elektricität mittheilensollte. Daher bezogen sich auch die ersten Erklärer dieserPhänomene sogleich auf die Gesetze der Wirkungskreise.Aus diesen haben Gocin (Anfangsgründe der Elektricität,Hanau 1778. 8. Achte Vorlest) und Ingenhouß (klulostVi-LNSSÄ. VoHXVIII. ?. II. no. 48. überst in den leip.ziger Sammlungen zur Physik und Naturgeschichte, II. B.5 St. S. 51;. u. f.) das meiste glücklich hergeleitet, undder letztere besonders hat seine Erklärungen gänzlich demFranklinschen System anzupassen gesucht. Hingegen grün.den sich die weit vollkommnern Erklärungen der HerrenXVilke (Unters, der bey Hrn. Voltas eleLtropboro per-xemo vorkommenden Erscheinungen in den schweb. Abhdl.39 B. S. 54. n 6 . u. 200.) und Lichrenberg (dritte