Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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10. Wird der Deckel unberührt wieder niedergelas-sen, so kehrt alles in die Umstände zurück, in denen es sichvor dem Aufziehen befand, und alle -k-L und —L sind invölligem Gleichgewichte. Hatte man aber den Deckel inder Höhe berührt, und ließe ihn dann wieder nieder, sowürde er negativ, die Form auch noch negativ, aberschwächer, als vorher, seyn, weil nun das durch den Deckelbesänftigte —U des Kuchens nicht mehr so viel -j-L deruntern Seite binden, und nicht mehr so viel —L der Formfrey oder sensibel machen könnte.

Herr Lichrenberg bemerkt sehr richtig, daß dieseTheorie, so verwickelt sie scheinen möchte, höchst einfachsey, und nur darum viel Worte erfordere, weil so vielePhänomene daraus zu erklären sind. Alles beruht aufdem einzigen Gesetze der elektrischen Wirkungskreise. Dergeriebene Harzkuchen, dessen obere Seite —kl hat, bin-det das in seinen Wirkungskreis kommende üb kl der unternSeite und der Form, und macht ihr —L frey. Setztman den Deckel auf, so verwendet sich ein Theil der Wir-kung auf diesen, daher wird weniger auf die Form gewirkt.Berührt man den Deckel, so erhalt er mehr üb L, dadurchwird das —L des Kuchens noch mehr beschäftiget, undwirkt nun noch weniger auf die Form. Zieht man endlichden Deckel auf, so beschäftigt er das — k des Kuchensnicht mehr, und dieses wirkt nun wieder in seiner ganzenStarke auf die Form. Was aber diese Wirkung auf dieForm für Folgen hat, das hangt davon ab, ob sie isolirtist oder nicht, ob man sie zugleich mit berührt oder nicht :c.Diese wenigen Sätze enthalten alle Phänomene des Elek-trophors.

Ich zweifle nicht, daß man diese Erklärung des Elek-trophors deutlicher und genugthuender finden werde, alssie in der Sprache des Franklinschen Systems ausfallenwürde, in welche man sie übrigens leicht übersetzen kan,wenn man statt -k-L Ueberfluß, statt —L Mangel sagenwill. Man wird sich aber nicht leicht vorstellen können,wie ein Mangel diejenige Thätigkeit beweisen könne, welcheunser — L bey den Erscheinungen des Elektrophors so un°