Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
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Durch sie lassen sich mit ziemlicher Genauigkeit Größen be-stimmen, deren Ausmessung dem Unerfahrnen weit überdie Grenzen der menschlichen Erkenntniß hinaus zu liegenscheint. Dennoch fühlt auch Hiebey der Mensch dieSchranken, welche der Schöpfer seinen Kenntnissen gesetzthat, sehr lebhaft. Schon auf der Erdkugel lassen sichgroße Entfernungen nicht anders, als mit einiger Unge-wißheit, bestimmen; und im Weltgebäude können wirzwar die Abstände der zu unserm Sonnensystem gehörigenWeltkörper mit erträglicher Genauigkeit bestimmen; fürdie Fixsterne aber verschwinden alle Mittel, ihre Abständevon uns und unter einander selbst zu entdecken, und dieEntfernungen dieser Sonnen sind für uns, in buchstäblichemVerstände des Worts, unermeßlich.

Entfernung, scheinbare, scheinbarer Ab-stand, Oilkrmtia appgrens, Krst-r«-7S AuS

dem unbestimmten Gebrauche der Worte: scheinbare Größeund scheinbare Entfernung, entspringen so viele Mißver-ständnisse, daß es gewiß nicht überflüßig seyn wird, hierdie Bedeutungen des Ausdrucks: scheinbare Entfer-nung, umständlich aus einander zu setzen. Man sprichtaber entweder von dem scheinbaren Abstände zweener Ge-gcnstände, die beyde außer uns liegen, z. B. dem Abstän-de zweener Gestirne, voneinander, u. dgl.; oder von derscheinbaren Entfernung eines Gegenstandes von uns selbst,oder von unserm Auge.

Unter dem scheinbaren Abstände zweener außeruns liegender Gegenstände 8 und 1 ° (Taf. VI l. Fig. 129.)von einander, versteht man in der Optik den Winkel 801^,welchen die aus beyden kommenden Lichtstralen 80 und 10am Auge O mit einander bilden; den optischen Winkel,unter welchem ihre wahre Entfernung, oder die Linie 81',ins Auge fällt. Man bleibt bey dieser Bedeutung desWorts blos bey dem stehen, was das Auge wirklich dar-stellt, ohne im geringsten auf das zu sehen, was die Seeleüber diese Darstellung urtheilt. Die ins Auge kommen-den Lichtstralen 80 und lD machen es zwar dem Zuschauer