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Pflanzen-Historie. 155

Und wie muß der Winter nicht zur Verse,zung der Baume dienen, wie auch zum Pfropfenund Jmbden; da wir die Pfrofreiser schon imHornung, wenn die Pflanze im tiefsten Schlafliegt, wie Adam, da die Eva von ihm genommenwurde, abnemen müssen« Wie gütig hat diegöttliche Vorsehung Schnee und Eiß zubereitet,daß sie Deke und Kleidung gegen die brennendeWinterwinde abgeben müssen. Endlich hat auchdie Allmacht Gottes Pflanzen erschaffen, diemitten, oder bald nach dem Winter grünen,blü,hen, oder Früchte bringen müssen: als den Ei-chenmistel, die weise Nießwurtz, den Holder-Lorbeer oder Laurus tinus, den Lichen oderRennthiere Moos, das Löffelkraut, Brunnen^treffe, Bachbungen, Akersalat, rc.

§. 7.

So können sich endlich die Menschen währendeinem vierteliarlgen starken Winter nicht überden Mangel der Gelegenheit zum Vergnügenund Freude beklagen. Die Gärtner und AkerS-leute erholen die ihre durch die lange Sommer-Tage erschöpfte Kräfte. Wie wohl schmekt esihnen bey dieser Ruhe, die Früchte ihrer Gärtenund Felder zu genießen! Der hart gefrorne Bo-den macht,, daß sie mit leichter Mühe über dieim Sommer nicht zu passirende Waldbrüche undMoräste hinfaren, und ihr Holz da holen, und

eben