Pflanzen « Historie. i6r
che, deren uns verborgene Eigenschaft wir ent-deken möchte»/ eine Saure/ oder aber dessen Ge-gentheil / oder auch der Mittelstand zwischen die-sen beiden befindlich seye / da denn im ersten Fallder Violensaft roth/ und im andern grün wird,im dritten aber bleibt/ wie er ist. Burghart hatin seiner Destillirkunst die Bereitung des Vio-lensyrupS/ welcher einem Landwirt nuzlich seynkaN/ sehr fein beschrieben/ nur ist zu merken, daßdas Gewicht des von Violen gefärbten diklichtenSchleims / gegen dem Gewicht des dazu zu ne-wenden feinen Canarizukers seyn muß, wie einszu zwey / zum Exempel von jenem ein Viertel,vom Zuker ein halb Pfund: damit durch dassubtileste Aufsieden, oder vielmehr bloß durchZerschmelzung des Zukers man dieienige Syrupedik erhalte, die den Saft auch im Sommernicht gähren lassen. Man muß auch die Vio,lenblümletn, so dazu komme», nicht zerstoßen,sonst nimmt man dem Syrup allen Geruch.
§. i r.
Dieses Violensyrups gröste Kraft bestehtwohl meistentheils im Zuker. Ja auch die Kraftder vortrefiichen Blümlein ist nur wirksam, wenn.sie frisch sind, gedörrt aber sind sie von todtenKräften. Eben das gilt auch von den Blätternund Wurzeln, welche nur in starker Menge, (soaber ekelhaft ist,) gebraucht, eine larirende Wir,I. Theil. s kung