Pflanzen «Historie. 221
dem Julius : das heißt der Sommerschnitt, dernur starken Bäumen taugt. Aber keine zwischendem April und dem Juli, ausser den Raub - oderWasserästen, und dieses nur an starken Bäumen,welchen das Auslaufen des Safts nichts schadet.Der Winterschnitt fangt um Weyhnachten an,und währt bis in April. Solches währendemRegenwetter zuthun, ist schädlich; indergröstenKälte aber nicht anmutig. Nach dem Mond sichzu richten ist eben so wol als auf die Zeichen derGestirne acht zu haben, von geringer oder garkeiner Erheblichkeit. Bey Regenwetter aber be-schneid man deßwegen nicht gerne, weil wegender Nässe die Wunde nicht so bald heilet: und beyheisem Sonnenschein im Sommerschnitt darumnicht, weil der Zweig bey der frischen Wutrdevertroknet; bey heftiger Kälte aber deswegennicht, weil solche in iene dringen, und die beschnit-tene Reiser und Aeste verlezen könnte. Die Ord-nung des Beschneidenö ist, daß man es auf dasfrüheste an Sommer- und Herbstbirnen, her-nach an Pflaumen, im Merzen an Apricosen undPfersichen , und darauf an Aepfeln verrichtet,und so fort.
§. 6r.
Das Instrument zum Baumschnltt ist eineHippe, Serpette, oder wie bekannt ein Sichel-förmiges Messer, bey kleinen; bey starke» Arsten
aber