Pflanzen» Historie. 22;
nicht Blumen, oder Vlatterairge geschehen.Denn wenn der beschnittene Zweig kein Lcitauzehat, so stirbt die Frucht nächstens ab *. 8. Voneinem oberenAst wird meistens gerne ein kürzeres,von einem untern ein längeresStük abgeschnitten:damit beide auf eine gleiche Länge wachsen. Denn9. ie länger ich einen Ast beschneide, das ist, daßauf sechs und mehrere Augen stehen bleiben, iekürzer wird sein längstes Geschoö werden: ie kür,zer aber ich solches thue, das ist nur auf ein oderdrey Augen ; ie gewaltiger und länger wird seinTrieb werden. Daher werden schwache Aesteund iunge Bäume kurz gestumpt, geschnitten, soeinem ungewonten ganz unbillig vorkommt. 10.Wie das Abschneiden an falschen, so geschicht dasBeschneiden an Holzäsien, drey vier Augen stehenzulassen, n. Fruchtäste läßt man ohne allesBeschneiden; denn um ihres Wachstums willen,geschicht eben der Schnitt an jenen, i r. EinAst , so hincinwärtS stehet, wird vernünftigerWeise immer eher weggeschnitten, als der her»auswärts steht, i z. Ein Ast muß dem andernPlaz machen, Holz, und Fruchtäste müssen inrechter Proportion stehen. Ie gröser das Laubeines Baums ist, desto weiter müssen alle Aesteauseinander stehen. Dürre, faule Aeste oderSpizen derselben werden ohne Anstand wegge-
schast,
* Millers Gärtners »Lexicou. Tik. Pfrrsich.