Band 
[Erster - Dritter Band.]
Seite
226
JPEG-Download
 

226 Oekonomische

Weile durch seine Blätter die Feuchtigkeit feineteigenen Luft, und den Thau des Himmels ein- Isaugt: so dünstet er den Tag über aus ienen die !Feuchtigkeit von sich aus, und ie freyer er diesesthut, desto mehr ziehen seine Wurzeln den Erden-saft an; ie weniger aber solches geschicht, best-«her kan er am Honig- und Meelrhau leiden.

8) Aeste die horizontal, oder etwas eben, oderquer auölaufen, die treiben ihre Fruchtäste seit«wärlS aus : die aber pcrpendicular oder aufrechtstehen, treiben die beste Kraft immer nur zu ih-ren Gipfeln, und bleiben unterwärts nakend;folglich ist ein Geländer, oder auch ein Mittel,und hochstämmiger Baum ungemein viel nuzli-cher als ein Busch, oder Zwergbaum. Zu-mal da des leztern sein Busch bald so stark wird,daß er nahe am Stamm nichts ziehen kan; nochdie Sonne vermögend ist, in seinen Boden zu wir,kn , noch die Dünste zu zerstreuen, ro. DieSpalier hingegen stehen ohne Hinderniß an denZäunen und Alleen des Kuchengartens, bedekensein Kräutelwerk, find länger zu erhalten, unddurch den Baumschnitt werden ihre Wurzelnlangsamer erschöpft, die Obstzweige haben Raum, ^

weil die meiste Holzäste horizontal gestrekt liegen,und die Früchte werden schmakhafter, und bessergekocht, weil die Wurzel wenigere ernären darf, !auch die Sonne und Luft, das ihrige besser dabey

vrrrich-