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Pflanzen-Historie. 227

verrichten können. r i.) So weit an einemBaum oben die Aeste sich ausbreiten, so wett ge,hen seine Wurzeln im Boden, r r) Die Wur-zeln eines noch kein Jar laug verfezten Baum-stehen schwach, und ein solcher muß beym Baum-schnitt nicht zerzaußt werden, i z) Ein iederBaum hat wegen seines Schnitts seine eigeneRegeln, z. E. diePferfiche und Kirschen, die er»ste haben ein markigtes Holz und dürfen deßwe,gen die grose nicht kurz beschnitten, die iungehingegen müssen scharf unter dem Messer gehal-ten werden, von Anfang, das ist, man soll ihnenwenige Aeste lassen; bey den Kirschen stießt einGummi heraus, alle Schnitthränen aber find be-denklich , es seye denn bey einem geilen Baum.

Wie im Früling der Saft des Baums denAesten und Blättern zubringt, so geht er nachdem Fall der Blätter im Herbst auf die Knospenloß, und treibt allda sein verborgenes aber nüz-liches Werk; das ist eine der vornemsten Grund,regeln, r z) Endlich gegen das Ende des Ju-lius ruhen alle Bäume, ihre Aeste endigen sichmit zwey Blätlein , die den Stillstand machen,und bey dem Herbstschnitt wird fast kein Saft au-den Wunden der Aeste, wie gegen den Früling--schnitt, schweiffen; alsdenn fangt eine neue Pe,riode oder Zeitlauf an. TX- Natur arbeitet nunweder an Blättern noch Geschossen, sondern an

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