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wer, in seinem Tractat von, Scharbok, daß erweit und breit keine Kresse finden können. Unddie Aerzte in Wien haben ihm den Samen davonso weit her zugesandt. Wir haben es, wie schonim ersten Teil gemeldt worden, hier in Oberschwa-ben so häufig, wegen der reichlichen Brunnen-quellen, daß wir keinen durch die Kunst vermer-ken Anbau der Kresse vonnöthen Haben. Hin-gegen bey den drey Brunnen unweit Erfurt wirddurch den Verkauf derselben auf viele Meilenweit ein hauswirtschaftlicher Nuzen erhalten, in-dem eine iärliche Geldeinname, so sich über tau,send Thaler belaufen soll. davon gemacht wird *.Auch hiesige alte Leute wissen mir zu erzälen, wieVieles vor zo.Iaren nur mit Brunnenkreffe, zuder Zeit da alles von Bayern und Franzosen imWinterquartier voll war, vor arme Leute zu ver-dienen gewesen. Der Beschwerde, daß diesesedle Waffergewachie bey warmerm Früling so baldin Samen schießt und nicht mehr zu nuzen ist,habe ich auf jvlche Art abzuhelfen gesucht, daßich ein ganz breites Wasserbett davon mit derSense abmähen lassen , und dadurch auf einenMonat lang lauter delicate iunge Schößlinge be-kommen. Allein bey Geniessung des spaten
Brun-
*-eipstgkk Sammlung, 5§er Band,psZ.47. von Hr«,Ratbsmeister Reichords Tractat von drey Brun»«rn zu Erfurt, in Hcnw, ro. Bogen, »745.