Pflanzen Historie. 251
lm Altertum schon sehr beliebt; so ist aus Lra-lmi Ckiiiaüib. ^.äaZior 2 sz. das käL-Xakur-rium berümt, da schläfrigen Köpfen das Essen,oder vielmehr Käuen der frischen Brunnenlreß«blätlein empfolen wird. Und in der That istauch das Käuen derselben, wie ich erfaren, siche,rer und kräftiger als Tabacschnupfen, zu Verhü-tung eines Schlagfiusses. Aeusserlich aber hatder Brunnenkressesaft seinen Nuzen entweder lau-licht in die Nase gezogen , wider das Fleisckac,wächs in derselben, den Polypum : oder mit Ey-erklär gesotten clarificirt, auf kriechende Geschwüreapplicirt, auch in die Holen derselben ringe,sprizt.
§. 79.
Wir nemen nun den Büschel unserer auf die-sem Spaziergang vorgekommenen Gewächse, undbetrachten iedes derselben nach der Bildung sei-ner Teile, wie solche mit dem vorhergehendenübereinkommen oder unterschieden sind. An derkrimu!» veris, oder Schlüsselblume sehen wir,daß die Blume aus einem Stük bestehe, und derdarauf folgende Same in «ine Capsel eingeschlos,sen seye; sie gehört also in die Classe unsers ob,gemeldten Gartenehrenpreiß. Aber jene ist dochnoch darin unterschieden, daß die Blume undder Blumenkelch in fünf Teile geteilt ist. Esstehen auch oben auf einem Blumenstiel, peöi.
cu!o.