Pflanzen-Historie. n
Z. H.
Eine eben so allgemein angenommene Wahr,helt ist es , daß die Erfahrungen , so man übereinfache Arzneyen macht, da man nemlich mitkeiner au« vielfachen Stücken zusammen gesetztenMedicin, sondern nur mit einem einfachen Stück,als mit der Würz, mit denen Blättern, oder mitder Blume einer Pflanze, einer Krankheit heil,fam und erwünscht begegnet; von grosser Hoch»achtung seyen, und jedem rechtschaffenen Arztund Hauswirth es am Herzen liegen solle, dieseArt auf das möglichste der dunklen Receptschrei,berey vorzuziehen. Iedermänniglich weißt, wieauch noch zu unsern Zeiten Männer gewesen, dieman für Säulen und grosse Lichter der Arzney-kunst gehalten, und die von der Vorzüglichkeitderer einfach,und einfältigsten Arzneyen, 6e pr-e-üancia remeäiorum riomeüicorum Le limpii-cmm, die beweglichste Zeugnisse an den Tag ge,geben, wie man hievon mehr als eine Ermunte»rungsrede unter denen Schrifften Hoffmanns,Boerhaven, Stahls und anderer findet. Al,lein noch viel grössere Verbindlichkeit würden wirihnen haben, wann jeder von diesen lieben Vät,tern uns nur ein Bündelgeu solcher Wahrneh,mungen hinterlassen , die uns lauter durch pureeinfach« Stücke geleistete Heilungen derer Krank,Heiken erzehlet hätten. Ein Wunderding sollte
es