Band 
[Erster - Dritter Band.]
Seite
44
JPEG-Download
 

44 Oeconomische

in Pulver zu gar wenig Gran gebraucht; dannin zu starker Dost verursacht er grosse Geblütswal»lung, Verruckung des Bestandes, gichtcrhaffkesLachen; re. Daher die Proverbia medica Baierisagen, Crocum edlt,von einem Menschen, der die,les unzeikigee Lachen an sich merckcn läßt. Aeus-ferltch ist der Gebrauch des Safrans, wer ihn zubezahlen vermag , noch kostbarer. Wannz.E.einem bey einer Aderlässe ein Nerve statt der A,der verwundet worden, da ein Safranbäuschleinmit Wein überbunden, augenscheinliche Hülfe ge-leistet : So auch in Augenentzündungen, im Herz,klopfen, in Krampfaderschmerzen, rc. Die Sack-lein, darin« der Safran weit her denen Gewürz-krämern zugesandt wird/wären hieher zu gebrau-chen.

Da es einen Wunder nehmen sollte, wer dererste Mensch gewesen, der den Einfall gehabt, diedrey zarte Zäserlein aus einer Blume zu sammle«,und einigen Nutzen davon auszuspühren; so magdie vortrefliche starke Farbe, die in einem so garkleinen Theil anerschaffen worden, dazu Anlaß ge-geben haben, und mag die Erfindung, den Saf,ran zu nutzen, so alt seyn, als der Purpur. Je-ner wurde, wie wir im Dioscor sehen, vor Al,ters Herculesblut genannt, wie bey uns Christender Ackerscharlach, Knawel oder Polygonum coc-

ciferum.