Pflanzen Historie.
kommen seyn , so hätten die Früchte und Blättergeschwind abfallen müssen.
§. 58.
Die andere Sorge vor die Wintergäste desOrangeriehauses war, daß man bey jeder mildenWitterung durch kleine Oefnung der Fenster, ge-gen die Seite, wo die wenigste Kälte herziehet, deminwendigen Lüftung zu machen trachtete, gegeneine solche Seite des Glashauses, wo die ärgsteWinterluft nicht herstreichet, dadurch kommen dieviele nasse Dünste nicht allein fort, sondern dieGewächse bekommen auch eine Erfrischung, dieihnen zu Hervorbringung der angenehmen Blü.the und des manchmal gesuchten Saamens höchstnöthig ist, sonderlich bey denen vielsaftigen Pflan-zen, welche sonst in allzulang feucht - und verschlosssener Luft ihre Blätter fallen lassen. Ja einige,wie wir im Eingang des ersten Spatztergangs ge-dacht , wollen durch öftere kleine Zeitraume dieWmterkälte recht nachdrücklich schmecken und em-pfinden; wie die Mofcswuische Weiber die Schlä-ge ihrer Ehemänner, aber doch so, daß sie nicht ge-frieren ; deßwegen sie auch alsdann zu der belieb-ten Winterlüftung auszusetzen, wann fie am tro-ckensten sind- Von dieser Art sind einige Gat-tungen des ausländischen Hauslaubes oder derHauswurze, semper vlvi, des Becherkrautes, Co-tyledonis, des Africanischen Creuzkrautes, Sene-
cionis^