Pflanzen-Historie. 79
nen, manchmal sehr im Schatten/ aber in rauhe-rer Erde und Gegend/ als vorhergehende. Istein vortrefliches und männiglich bekanntes Kräut-lein / so einige auch Gundermann nennen / hat«inen balsamisch Harzichren Geruch/ und ist vollganz besonderer scharfer und würksamer Theile;dienet vor vielexley Verstopfung der Eingeweide/sonderlich den Lungensüchtigen/ es treibt den Urinbesonders stark / welches ein Zeichen seiner aus-nehmend auflösenden Kraft; es reiniget vielerlryinner« und äußerliche Geschwüre / lindert die Eng-brüstigkeit / nnd führet das Gries aus den Nie-ren ; Kein Landwirth sollte ohne einen Vorrathdesselben seyn / wtil es demnach auch zu vielerleyViehgepresten dienet/sonderlich wider die Wärmeder Pferde. Endlich ist es auch zum Bierbrauenzu gebrauche»/ weil es die Helle dieses Tranksbefördert/ und die zu schnelle Gährung desselbenverhütet, mithin zu dem doppelten Bier dienlich ist.
§. g.
Die weise Taubnessel, 6s1eoplIs, I.»-rm'um album, O^r'e A/s-rcös , liebt anden Wegen gleichfalls die Zäune und Stauden.Das Kraut und die Blumen mit Wasser als einTrank oder Thee zubereitet / und öfters genom-men / soll in Vertreibung der Scrophulen / der-gleichen die knotige Drüsen am untern Kienbackengegen dem Ohr zu seyn pflege»/ vortrefiiche Hülfe
geleistet