Pflanzen «Historie. 215
treflich vor dem Winde und andern, Ungemach derLust , und je mehr ihre Aest«- und Stämme denAnfall der Winde gewohnt seyn, je dichter sindsie nicht nur untereinander verwachsen, sondernauch die Baume haben sich mit ihren Wurzeln,die gleichfalls Raum genug gefastet, vortreflichvest gesetzkt. Es tragen auch solche Baume, diedasselbe ausmachen, viel öfters und mehrereFrüchte. Wie reichlich erzeiget sich oft daran dieMast, so viel sie nemlich in die Breite wachsenkönnen, und daher in der Höhe zurück bleiben,und ihrer Gipfel Wachsthum ein früheres Endebekommt, und so viel häufiger drängen ihre Frucht,Aeste hervor, wie wir die Gründe hiervon in derErzählung vorn Baum-chnltt angebracht haben.*Um so viel kräftiger aber merket man dieses alles,wann das Vorholz eines Oberho-zes gegen Mit,tag siehet, da dann die Sonne den Saft solcherBäume kräftiger auskocht, ihn dicker und zumFrucht tragen geschickter macht. Und eben die,ser grösser« Sonnenkraft ist es zuzuschreiben, daßdie Jahre oder die Ringe des Holzes bey solchenBäumen, die an der Sommerseitcn stehen, vieldichter beysammen stehen, als bey denenjenigen,so mitten in dem schatlichten Walde angetroffenwerden. Nicht aber nur allein der freyere Genuß
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* S ersten Band der Pflanzenhistorie §. 58. und 60.am Ende, rc.