12 Oeeonomische
gewiß, daß die Spargeln dasjenige in ihremSaft besonders stark besizen, was wir öfters vonden frischen oder grünen Frühlingskräuter, Eurengemeldet, daß sie sehr stark auflösen, und in demGeblüt, zumal in denen Nieren, eine faulendjährende ; an denen Zäserlein aber derer mensch-lichen Adern eine ätzende Eigenschafft ausüben.Wir dörffen nur die Historien ansehen, welcheDoctor Hartley in Engelland öfters an Tag ge,geben über die Würkung der von Jungfer Ste,phens erfundenen Stein zermalmenden Arzney,welche allezeit durch eine Fäulung des Urins ge,schiehet; wir dörffen nur erwegen, daß eine Artspanischer stinkender Fliegen, oder Käfer sich andenen Spargelstengeln aufhalte *, und vomRaupen an, ihr ganzes Leben darvon genießen.So müssen wir einem neueren bewährten Schrift,steller beyfallen, daß die Spargeln eine ungesun,de Speiße seyen; die das Geblüt in ziemlicheFäulung setzt, und nicht das mindest nahrhafte,sondern eine besondere Schärffe, eben wie dieSchwämme, welche Llaucliu8 Oeorum ciburnnannte, unter einem schleimicht, und sehr fein za,serichten Weesen , das unserer Zunge schmeichelt,mit sich führet. Jedoch wann die Spargeln zur
Nah,
* Siehe meinen Anhang in l.oniceri Kräuterbuch,
s-.