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[Erster - Dritter Band.]
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Pflanzen -Historie. 87

Endlich bedekt man den Rumpf des Stammeswohl dick mit Leimen, darunter Kuhdung , oderRothgerber Haare gemischt, verbindet es mit star-ker Leinwad, welche bedecket Jahr und Tagmanchmal zu dauren hat *. Das heisset dann indie Rinde pfropffen oder in die Schaale, und ge-j schiehet im Aprilen, oder zu einer solchen Früh«

! lingszeit, da die Rinde von dem Holze gern und! glatt sich abläßt, bald Vierzehen Tag früher baldspäther. Und dieser Umstand ist daher nöthig,weil das Verwachsen des eingekeilten Pfropfs,reifes mit dem Stamm durch dieses seinen Splint,oder neuen Ring, der der nächste unter der Rin,den ist, geschiehet. Wo hier ein Anstoß sich zu-trägt , daß die Saftröhren des Stammsplintes! mit denen genau anpassenden des eingekeiltenPfropfreises sich nicht vereinigen, so ist die Ar-beit vergebens **. Die gröste Hindernüsse geben! darzu, wann Luft oder Wasser, oder was pechich,

> tes dazwischen kommt, deswegen man das Baum-! wachs nicht so gern gebraucht; oder wann man! einen hizigen Sommer voraus sehen könnte, so

unterliesse man das Pfropffen: oder wann einstarkes Auslaufen des Saftes aus dem abgeschnit-

F 4 tenen

* Hr. Bürgermeister ReichardthatdiePfropffreiser anbemeldtem Ort am deutlichsten beschrieben, und

> abzeichnen lasten.

! * * Hr. Müller im Anfang der Oeconomis. physicalis.

! Abhandlungen.