Band 
[Erster - Dritter Band.]
Seite
88
JPEG-Download
 

88 Oecononiische

tenen Stamm entstehet , deswegen man Steinobsnicht wohl pfropften kan *, noch diese Arbeit inhtzigen Ländern, sondern bey beyden Fällen lieberdas Aeuglen oder oculiren vornimmt»

§. 4 *.

Wie man aber jenes das Pfropften in dieRinde oder Schale nennet, so gibt es ein ande-res in den Spült/ welchen man mit einPfropft-meisel, in dem Stamm, der eine grössere Dtkehat, nebst Einschnitt der Rinde macht, dasPfropffreiß da einstekt, doch auch also, daß auchRinde auf Rinde passe, und es dann tractirtwird,wie vor gemeldt. Ist der Stamm noch diker,wiewohl alte Bäume gar nicht zu pfropften, danndie Pfropffreise brechen nicht aus, weilen immerihre Wunden schwer heilen, oder etwa auch einstarker Ast, so gebraucht man hier drittens dasCronenpelzen/ da man in vier oder mehrereEinschnitte der dikern Rinde ringsherum, so vieleReiß einstekt. Andere Arten des Pfropften-,als das Ablactiren oder Absaugen, das Einpfeif»fen, und noch mchrer andere sind von keinemHauöwirthschaftlichen Nutzen. Wir wenden uns

viel*

* In vbbemeldter Stelle der Breßl. Sammlung, sä§. ,/ ist ein Exempel, da von vielen Kernovs«pfropfungen alle- von zahlreichen SteinobS aber nichteine gerathen.