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Pflanzen Historie. 89

vielmehr zu denen übrigen Merkwürdigkeiten, diebey dem Pfropffen in acht zu nehmen.

§. 42.

i) Wegen der gelegenen Zeit hierzu, so sinddie harte Obsarten, Birn, Pflaumen, Kirschenzuerst vorzunehmen, leztere insonderheit, weil imHornung ihr Saft nicht so fließend, doch muß es! bey gelindem Wetter geschehen. Sodann wer»

! den die frühe Sorten eher, die Aepfel am späthe«sten vor die Hand genommen. 2) Erfahrne Leu»te zu dieser Arbeit zu nehmen ist sehr vonnöthen.Wo sehr viele Stämme zu pfropffen, muß maneinerley haben, die einander in die Hände arbeiten.

> Die erste schneiden die Reiser zu. Die zweyte1 nehmen die Stämme ab, und setzen die Rei»

ser ein. Die dritte binden sie mit Weyden, unddie vierte legen den Leim herum, mit gehörigerVerwahrung *. z) Die Abschncidung derer

> Stämme, ist unterschiedlich, nach ihrer Länge^ nemlich, dann die Fingers dike werden ein Schuh! von der Erden, die doppelt und dreyfach dikere! zwey Schuh hoch abgesäget. Die Arm dike

Stämme noch höher, damit denen Reisern nichtzuviel Saft zu dringe: 4) Das Allervornehmsteist auf was vor Stämme diese oder jene Obörei»ser zu pfropffen seyen. Die Hauptregel hciffetzwar: gleich auf gleiches, als Kernobs auf Kern»

F 5 obs,

* Hr. Bürgermeister Reichardt an vfft belobter Stelle,