PflanzewHiftorie. 99
steht auch in ihrem Jugendalter. Was die Ach-tung der sogenannt unschuldigen Jugend in demThierreich ist, also daß wir Menschen die gefun-dene Junge derer reißenden Thiere manchmahlennicht gleich todten, sondern zahm zu machen su-chen ; und die wilden Thiere uns dagegen einige> Vergeltung manchmahl wiederfahren *, und einoder ander ihnen aufgestossen kleines Kind unver,j sehrt leben lassen, ja unter sich aufgezogen haben:
! Was also, sage ich, die durch ein grosses Natur-! gesetz erhaltene Achtung der unschuldigen Jugend! im Thierrcich ist; das ist uns, wann wir die! Menschheit nicht mit jenem Chrysander verlang,
^ nen wollen, die angebohrne Blumenliebe. Weileine blühende Pflanze durch den Rcitz ihrer Blu-me , ihrer oder doch ihrer Würze, oder einigen ih,res Saamens gleichsam zu schonen sich ausbittet,und durch solche Verschonung nicht nur ihr Leben,sondern auch den Grund zu Hervorbrtngung ihrerPosterität erhält. Wie herrlich waltet doch nebstder Göttlichen Allmacht, Weißheit und Liebe, auchdie Vorsehung des Allerhöchsten über alle seineGeschöpffe. Wie nachdrüklich entdekt sie auch dieNeigungen der verwöhnten bösen menschlichenHertzen. Dann wir därffen manchmal schließen:wo keine gemeinschaftlich und erweckende Blumen-G r lie-
* villsrt. Owrkin^. 6e stsm Kominum inter kera»eäucsrorum, uvd Schrnckrns kirlliolkeolo^is.