iOo Oeconomische
liebe seye, da seye öffters kein Menschenfreund/und keine Menschenliebe rc. Wie viel sagt unsdemnach der Heyland, wann er uns die reizendePracht der Lilien betrachten heissen, oder der inPalästina im Gras wachsenden Feldtulpen, unddazu gesezt: So nun GOtt das Gras also klei-det. Da unser Gewissen uns ja, über den nä,heren Sinn solcher Worte sagen dürfte: Daßnicht nur die Sorgen vor unsere Nahrung undKleider, sondern auch vor unsere Nachkommen-schaft, wann sie wider das Zutrauen zu GOttstreitet, und unserm Nebenmenschen dadurchTrangsaal angethan würde, uns verboten seyen.Dann das wissen wir wohl, daß es beym Geitz-hals heißt:
(Und sagens seine eigne Erben)
Der Narr lebt arm, um reich zu sterben *.Nicht vor mich sagt er, sammle ich, sondern vormeine Kindergen. Aber siehe zu daß es mit Rechtgeschiehet: Dann sehet nur die Lilien, sind sie mitGOtt durch ihre Blumenzierde, mit einem Schutz-brief begabt, und so beliebt, daß es auch noch Blu-menliebhaber geben muß, die ihre Nachkömmling«schaft vermehren, und in grösseres Lustre setzen, sowird auch der Saame des Gerechten nie nachBrod gehen darffen. Endlich sind auch Blumenzur Freude erschaffen, dieses braucht keines wei-ter«
i. c. irrdisch Vergnügen, ?. i. p. 4-0.