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Denkwürdiger
Passes am Rhein dergestalt mir sehr starckenBescstigungS-Werckern versehen, daß sie indasiger Gegend keinem nah gelegenen Orr anFestigkeit weichen dorfste. Dann sie hakte ei-nen doppelten Wall und Graben , und zwarsehr bequem, so wohl zur Handthierung undNahrung, als auch zum Krieg. Anbey hat sieeinen einträchtigen Zoll von allen auf- und ab-fahrenden Gütern zu heben- -knno - 586. wurdesie durch den Hertzoq von Parma einen Monatlang vergeblich belagert/ hingegen aber ^nno1590. von Graf Carl von Mannsfetd, und7. Jahr hernach von Graf Moritz von Nas-sau, i^nno 1598-von den Spaniern, ^r>no rLvi«abermals von dem Printz Moriy von Ora«nien, und änno 1606. nochmahls von demMarggraff Spinola erobert. Sie wurde aberHnno 16,;. und das letztemal von dem Printzkrr^rro üemno von Oranten den Spaniernabgenommen, worauf sie bis änno ,S 7 r. unterder Holländer Gewalt blieb, da sie dann derKönig in Frankreich L»^or,c«/ der XIV. in eisgener Persohn ohne die geringste Gegenwehreroberte, und sie dem Chur - Fürsten von Cölln/als ihrem rechtmäßigen Herrn / wiederum ein»räumte.
Hrwo 1688. hatte der Cardinal von Fürsfkenberg diesen Ort / gleich als ob er schonwürcklich Churfürst von Lölln wär / mit Fürsstenbergischen Vöickern oder vielmehr mit Fran»tzüsen besetzet ; Allein der redliche Lommen»dank dieses Orts, der Herr Baron von Be»rensau, nebst den Inwohnern, entschlossen sich