^ Ruhms gemacht hätte; dann, ja dann würde auch^ an Deutschlands Himmel eine hohre Sonne auf-^ gegangen seyn, deren alles erwärmende, befrucht^'' tende und belebende Stralen den vereinten Glanzdes Zeitalters der Medicaer und des VierzehntenN Ludwigs würden verdunkelt haben. Vielleichtwür-Hi he dann in der allgemeinen Völkergeschichte niedie Rede von einem Zeitalter Ludwigs XIVl-W- seyn.
W Indessen giengen alle jene große Männer, de-reu Namen die Annalen der französischen Littera-W tur der Unsterblichkeit aufbewahren, unmittelbaraus dem damaligen Zustande des französischen GerschmackS und der wissenschaftlichen Cultur Frank-reichs hervor. Die Nation hatte ihnen wenig oder^ nichts, sie aber Alles der Nation zu verdanken,indem sie durchaus nichts anders seyn konnten^ und seyn dursten, als wozu der allgemeine Ge-^ schmack, die nationelle Bildung und die ganzeTendenz der Nation in Kunst und Wissenschaft^ sie machen wollte. — Unsere großen deutschen ims« Gegentheil ragen gewöhnlich rießenmäßig über ihrZeitalter, wie über ihre Zeitgenossen hervor. Dasie aber auf den eigenen Schwingen des Geniessich zu dieser schwindelnden Höhe erhoben, so hat-' ^ ten sie der Nation nichts, sondern Alles blos Si chSelbst zu danken. Ohne zu wissen, woher sie ka-men und wohin sie eilten, fühlte man plötzlichW die Kraft ihres Geistes, der wie aus einer abge-nD fchiedcncn Griechen und Römer Welt zu uns her-über wehrte. Unterdessen konnte» sie jedoch nur