ILtz
nem Innern lagen nach wie vor noch alle dienämlichen Keime des Mißtrauens, der Eifersuchtund Anarchie; die Kräfte waren noch eben so ge-theilt, isolirt und durch kein gedenkbares kraft'«geS Band mehr mit einander zu verknüpfen. Jt-der Theil Hütte sein eigenes Interesse, dem dasInteresse des Ganzen von jeher stets nachgesetztwurde. Aller Gemeingeist war wegen eben dieserVerschiedenheit so unendlich vieler und oft einanderentgegenwirkenden Interessen auf immerwerschwun-den, und folglich nichts, als eine von einer ent-schiedenen relativen Kraftlosigkeit befolgte, in ste-ter Progression fortschreitende Verwirrung undUnordnung zu erwarten.
Wenn man übrigens den Westfälischen Frie-den hier unmöglich als das Resultat der tiefstenund umfassendsten Politik betrachten zu könnenglaubt, so will man doch keinesweges dadurchdem Gewesener großen und ausgezeichneten Staats-männer, deren Werk derselbe war, zu nahe tre-ten. Wäre damals die LUtung der EuropäischenAngelegenheiten selbst übermenschlichen Kräfte- an-vertraut gewesen, so würden dennoch, trotz allerihrer Anstrengungen, die Gefahren nicht verschwun-den seyn, von welchen alle Reiche und Staatendurch den Umsturz des ersten Strebepfeilers desEuropäischen Staats - Gebäudes nun bedroht wur-den, wie denn auch wirklich wenige Jahre nacheben diesem Frieden abermals ganz Europa vorder Uebermacht Frankreichs zitterte, und nun in al-len Ländern das nämliche angstvolle Klaggeschrey