ve, nicht zu jedem kühnen Entschlüsse geübt, nichtjedes Sieges über sich selbst gewiß ist; wein nichtein felsenfester Glaube alle Dornen der rauhenBahne, so er durchlaufen will, in Blumen undBlüthen des Paradieses umwandelt; kurz, wernicht im tiefsten Innern durchdrungen von denWahrheiten und Vcrheissungen der Religion, gleicheiner sonderbaren, den Zeitgenossen fremden, demWeltling unverständlichen, und einer andern Weltschon angehörenden Erscheinung dasteht, der tauschesich ja nicht über seinen Beruf; er wage sich nicht indas Allerheiligste, und der Eingang hiezu bleibe ihmfür die Tage seines Lebens verschlossen.
In irgend einem andern Amte, oder durchjeden andern thätigen Beytrag zur gesrllschaftlirchen Glückseligkeit, möge er dem Staate oder derMenschheit seine Kräfte weihen. Was man beydem Weltmann nur als verzeihliche Schwachheitenmit schonender Nachsicht behandelt, stempelt sich beyden Geistlichen schon zu höchst anstössigen, ver-dammungswürdigen Gebrechen, und das absoluteLaster verwandelt sie gar in die scheuslichsten undverabscheuungSwürdigsten Ungeheuer.— Groß sinddie Opfer, die der Himmel von Ihnen fordert,aber größer noch ist die Würde, die sie begleiten,und noch herrlicher sind die Sieges-Kronen, diedort einst auf sie warten. — Freylich ist dieseskeine Moral, die jetzt, in diesen Zeiten der Gei-stes-Armuth, auf Universitäten gelehrt und vonden Cathedern herab empfohlen wird; aber es istdie Moral, die einst gepredigt, ward auf dem Ge-