Lap. I.
Von des gemeinen Saltzes Nutzen/ Nothwen-digkeit undVortressligkeit insgemein.
,S haben die alten Weisen nicht ohne Ur-
fache in der Sonnen und in dem Salh gesuchet al-ler erschaffenen körperlichen Dinge Vollkommenheit.Die Sonne wird nicht unbillich genennet das On-trunr univerli, das primurn movens, perpetuuinmobile, davon das Leben/ Bewegung / Dau-rung/ Erhaltung der Cörper/ sonderlich derer/ wel-chen man Seelen zueignet/ bestehet. Die Sonne isteben dasjenige in dem rmiverlö . was das Hertz ist in den Men-schen und Thieren. So lange das Hertz sich beweget / so lange kanman auch von einem Thiere sagen/ daß es lebet / so lange werden dieTheile des Cörpers ernähret/ erwärmet/ und sind zur Bewegung und Em--pfindlkgkeit bequem. Wenn aber das Hertz seine Bewegung gantzlich ver-lieret/ das heisset der Tod. Also ist es auch beschaffen mit der Sonne/ wel-che/ wenn sie uns weit entfernet ist/ und nur oblique ihre Krafft und Bewe-gung der Erde commrmiciret/ so vergehet alles Licht/ alle Regung und in-nerliche Bewegung/ alle Wärme nimt ab/ so bald als sie aber höher kömmt/und uns ihre Kräffte mittheilet/so bald findet sich mehr Licht/Wärme/Le-ben/Regung/ Bewegung/ Wachsthum und Empfind ligkeit in der gantzenNatur / absonderlich bey Pflanhen und Thieren. Wird derowegen nichtohne Ursache die Sonne Mich die Königin aller Creaturen genennet. Nächstdieser besitzet die gröste ^Äivirat/ Wirckung und Krafft in der Natur dasSaltz/ welches zu conlervaäon, Daurung/ Wachsthum/ Fortpflanhungderer edelsten Cörper sehr dienlich und nützlich ist. EWnden sich aber in derNatur hauptsächlich drey Arten der Saltze/ welche mit diesen herrlichen
A Eigen-