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Friedrich Hoffmanns Kurtze doch gründliche Beschreibung des Saltz-Wercks in Halle : Dabey viele physicalische curieuse quæstiones von dem Saltze, Ursprung der Saltz-Quellen, Unterscheid und Nutzen, auch præparation des Saltzes erleutert werden/ Zum gemeinen Besten entworffen
Entstehung
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und breit auf dem Meer geführet/ nach Holland/ Seeland/ Braband/England/ Schoüland/ Schweden/ Preussen / Dennemarck/ Pommern.Die Einwohner des Claris item die in Larbaria, bekoms

men solches aus dem klari meäiterraneo. Es wird auch aus Hov-und England viel nach Ost-und West-Indien geführet/ und brauchetman gar eine große ^uaiwicät davon zu Einsetzung der Hering und Fi-sche. Die Holländer machen sich eine conliäerable kabric aus demPortugiesischen/ Spanischen und Französischen See-Saltz/ welches sieumsieden/ und zu kleinkörnigem Tastet- und Butter-Salh machen. Dor-drecht siedet oder raüeniret viel Saltz/schicket es nach Cöln/ diese schickenes weiter herauf nach dem Rhein/ bis an Heidelberg / rechnen es nachdem Hut / so bey 172. Pfund wieget-

Lax. III.

Von dem 8ale lolLli, oder Saltz/ das ge-

graben wirb.

versiehst diejenigen Oerter in der Welt/ welchedem Meere nahe gelegen/ oder die ein Lommercium mit dem-selben haben ; die aber Mit davon entfernet seyn/ dieselbenLande hat GOtt gesegnet mit einem mineralischen und unterirdischenSaltz; dergleichen Länder sind vornemlich Pohlen/ Ungarn/ Siebenbür-gen/ Mofcau/ Armenien/ Tartarien. Das Pohlm'sche ist eines von denallerberühmtesten / und hat mit den Saltz-Bergwercken alda folgendeBewandniß. Es ist eines zu Bochnia/ 4. Meilen von Krackau gelegen/eines zu Veliska oder ^vielileka, anderlhalbe Meile von Krackau.Zu boclinia gräbet man eine unbeschreibliche Menge Berg-Saltz: dieGruben/ deren gar viel sind/ erstrecken sich auf6oo.Lachtcrn liess/undmuß man eine Stunde haben/bis man gar hinab körnt/denn es bald ei-ne halbe Meile dahin. Man fahret auf höltzernen Treppen hinunter.Auf eben diesem Wege bringet man auch die Pferde hinunter. Untentrifft man unzehlich viel Krücken/und bald hier bald dort wendende Gän-ge an/ wie auch viel Gassen und Straßen/ gleichwie in einer Stadt/wel-che man kaum in einigenTagen durchgehen kan. DieGänge in den Saltz-wercken sind also zugerichtet/ daß auf beyden Seiten starcke Pfeiler vonausgehauenem Salhe stehen/ welche verhindern/daß nicht die Erde vonoben herab einschiesset. Diese Pfeiler nun geben einen überaus schönen

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